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Arganöl: Marokkos heilendes Kind

Arganöl Foto: © guysagne – Fotolia.com




Wuchtige und ausladende Baumkronen schmücken den trostlosen und trockenen Landstrich des südwestlichen Marokkos. Mehrere bedornte und verholzte Pflanzen tun sich auf; beladen mit sattem Grün und reifenden Früchten. Diese Bäume, die gelegentlich auch im südöstlichen Algerien zu finden sind, gehören der Pflanzengattung Argania an.

Ihr Name: die Arganbäume. Es sind wunderschön anzusehende Sapotengewächse, die höchste Temperaturen aushalten und in der Trockenzeit ihr Laub abwerfen. Sie gedeihen jedes Jahr aufs Neue – ebenso wie ihre Früchte, die Arganfrüchte. Frisch erinnern diese an eine Kreuzung aus Olive und gelber Pflaume, getrocknet kommen sie den Datteln sehr nahe. Doch die Arganfrucht kann weit mehr als bloß durch ihr vielfältiges Aussehen punkten. Sie ist die Heimat und Quelle des nützlichen und bedeutenden Arganöls.

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Eine Sache der Tradition

Die Mandel des Fruchtkerns ist gleichzeitig der zentrale Ort des Arganöl-Gewinns. Auch noch heute werden die Kerne der Frucht teilweise in traditioneller Handarbeit aufgebrochen (Kooperativen), um an die essenziellen Mandeln zu kommen, diese dann anzurösten und in einer Steinmühle zu zermahlen – bis aus dem Mandel-Mus-Brei das Öl heraustritt.

Die Röstung selbst ist jedoch kein Muss, und deshalb gibt es das Arganöl auch in zweierlei Sorten: geröstet und ungeröstet. Als Speiseöl, bereits eines der vielen Einsatzgebiete des marokkanischen Gewächses, kann man getrost auf beide Formen zurückgreifen. Wesentliche Unterschiede gibt es nur beim Geschmack: Die geröstete Herstellungsmethode fördert ein deutlich intensiveres Nussaroma.

Arganöl in der Küche

Ein Einsatzgebiet ist die Küche: der Helfer als Speiseöl. Die geröstete Variante, die bevorzugte unter Köchinnen und Köchen, passt hervorragend zu kleineren Vorspeisen wie Salaten oder verfeinert auch sämtliche andere Gerichte durch den angenehmen nussigen Geschmack, der sich stets natürlich entfaltet. Auch zum Braten eignet sich das Öl. Bedenken sollte man aber, dass die wertvollen Wirkstoffe (wie etwa Vitamin E und Phytosterole) dadurch verloren gehen können. Das native, also ungeröstete und kaltgepresste Öl, kann ebenso für die genannten Zwecke verwendet werden – nur den milderen Geschmack gilt es zu beachten. Doch Arganöl hilft nicht nur beim Kochen oder Braten. Sein Einsatzgebiet geht über Pfanne und Herd hinaus.

Arganöl als Heilmittel

Phytosterole und Vitamin E – das klingt erst einmal nicht schlecht, und das ist es natürlich auch nicht. Doch was bewirken diese helfenden Stoffe eigentlich?

Durch den hohen Anteil an Vitamin E sowie Antioxidantien entfaltet Arganöl heilende Wirkungen, indem es gezielt gegen Hautirritationen kämpft und wirkt. Gerade deshalb wird es auch immer wieder von Fachärzten und Heilpraktikern empfohlen und verschrieben, sollten derlei Probleme auftreten. Auch bei schuppender und nässender Haut, soll heißen bei Anzeichen von Neurodermitis, kann Arganöl positiv wirken und die roten Juckflechten mindern – hierfür zeichnen sich unter anderem die Phytosterole verantwortlich.

Grundsätzlich lassen sich beispielsweise folgende Eigenschaften beim Arganöl erkennen:

  • abwehrfördernd
  • durchblutungsfördernd
  • stoppt Bakterien
  • zellverjüngend und
  • krebsvorbeugend

Arganöl in der Kosmetik

Arganöl ist äußerst angenehm zur Haut und gerade deshalb in der Naturkosmetik hoch angesehen. Bis ins hohe Alter hinein kann Argan-Hautöl die Haut bei Männern und Frauen sichtbar verjüngen – von der gesundheitlich guten Wirkung einmal abgesehen. Um diese Wirkung auch bei sich selbst erreichen zu können, genügt es die Haut damit einzureiben. Ebenso kann die Einnahme von zwei bis drei Teelöffel Arganöl die effektiven Reaktionen ankurbeln. Das marokkanische Heilmittel, hier oft in nativer Form eingesetzt (geruchsneutraler), ist unter anderem Bestandteil von Seifen, Shampoos und Cremes.

Gutes für den Körper

Zwar mag Arganöl in seiner Anschaffung nicht billig sein, was zum Beispiel an dessen schwieriger Ernte liegt, aber in Bezug auf die medizinisch bewundernswerten Effekte ist ein höheres Preisniveau auch gerechtfertigt. Denn letztlich sollte sich ein jeder fragen: Wie viel ist mir meine eigene Gesundheit wert?



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