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So vermeiden Sie gefährlichen Feinstaub aus Kachelofen und Kamin



In den meisten Wohngebieten stellt der Ausstoß von Feinstaub aus Kleinfeuerungsanlagen, nach dem des Straßenverkehrs, den größten Emittenten dar. Eine wohlmeinende Zunahme der Nutzung von Brennholz zur Wärmeversorgung als Beitrag zur CO2-Reduktion verstärkt diesen unerwünschten Nebeneffekt und erfordert Gegenmaßnahmen. Richtiges Nutzerverhalten, technische Vorkehrungen und gesetzliche Vorgaben können zu einer deutlichen Verminderung der Feinstaubbelastung aus dieser Quelle beitragen.

Feinstaubemissionen aus Feuerstätten nehmen zu

Brennholz vor einem Kamin

Bild: maho-Fotolia.com

Aus Klimaschutzgründen und durch steigende Preise fossiler Energieträger wird Holz als Brennstoff immer häufiger als primärer Brennstoff oder zusätzlich zu einer bestehenden Heizanlage eingesetzt. Bei der Verbrennung wird neben Kohlenmonoxid und polyzyklischen aromatischen Kohlenwasserstoffen auch gesundheitsgefährdender Feinstaub freigesetzt, umso mehr, je unsachgemäßer die Anlage betrieben wird. Das belastet vor allem in den städtischen Ballungsgebieten die Luftqualität. Doch auch an den Standorten von Einzelöfen kann sich die Konzentration von Schadstoffen in der Raumluft stark erhöhen. Dazu kommt, dass häufig aus Unwissenheit und Kostengründen mit der Verbrennung von behandeltem Holz, z. B. imprägnierten Einwegpaletten, zusätzliche Schadstoffe freisetzt werden – was rechtens allerdings untersagt ist. Daher ist es wichtig, dass das Verständnis für einen sachgerechten Umgang mit dem Brennstoff Holz und die Vorgaben für einen effizienten Betrieb der Feuerstätten weiter entwickeln werden.

Strengere gesetzliche Vorgaben und technische Nachrüstungen

Mit Inkrafttreten der Novelle der 1. Bundesimmissionsschutzverordnung (BimSchV) im März 2010 sind deutlich wirksamere Vorgaben für eine Feinstaubreduktion erlassen worden. Die Emissionsgrenzwerte wurden herabgesetzt, Mindestwirkungsgrade erhöht und die Anzahl genehmigungspflichtiger Feuerstätten durch eine Ausweitung auch auf kleinere Anlagen ab einer Leistung von 4 kW erhöht. Nach einer Übergangszeit sind ab 2015 für grenzwertüberschreitende Anlagen eine Nachrüstung mit Filtern oder die Stilllegung vorgeschrieben. Allerdings gibt es auch Ausnahmen von diesen Regelungen, insbesondere betreffen diese eine Reihe von Bestandsanlagen. Auch diese können durch Nachrüstung mit modernen Feinstaubfiltern und Sanierung der Feuerräume mit einer besseren Verbrennung bei geringerer Feinstaubfreisetzung einen Beitrag leisten.

Richtiges Nutzerverhalten trägt auch zu einer Verbesserung bei

Bei der Nutzung der Biomasse Holz in Form von Pellets ist die Feinstaubentwicklung deutlich geringer. Erreicht wird das durch eine automatisierte Beschickung mit einem homogenen Brennstoff und einer geregelte Verbrennung. Eine Optimierung der Verbrennung kann auch mit Scheitholzöfen erreicht werden, wenn gut abgelagertes, trockenes und auch nur unbehandeltes Holz verwendet, die Wartung der Feuerstätte regelmäßig durchgeführt und auf einen wirkungsvollen Zug des Kamins geachtet wird. Neben einer Reduktion der Emissionen sinkt dann wegen der dann vollständigeren Verbrennung auch der Brennholzverbrauch.

Die Verwendung von Brennholz als regenerativer und heimischer Energieträger ist grundsätzlich ein bedeutender Beitrag zum Klimaschutz. Es muss dabei aber auch gewährleistet sein, dass Emissionen auf ein absolutes Mindestmaß ohne Gesundheitsgefährdung reduziert sind.



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