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Eizellenspende: Rechtliche Regelungen im In- und Ausland

Eizellenspende Foto: © Fotolia / Joelle M.



Seit Dezember 1990 gilt für Deutschland das Embryonenschutzgesetz, welches einige strenge Regelungen im Bezug auf die Eizellübertragung beinhaltet. Von diesem Embryonenschutzgesetz sind nicht die künstlichen Befruchtungen betroffen, bei welchen die Eltern sowohl Samen als auch Eizelle spenden, um diese befruchtet bei der Frau einsetzen zu lassen. Vielmehr beschäftigt sich dieses Gesetz mit der künstlichen Befruchtung mit fremdem genetischen Material.

Rechtliche Regelungen der Eizellenspende in Deutschland

In Deutschland ist es verboten, einer Frau Eizellen zu entnehmen, um sie einer anderen Frau befruchtet einzusetzen. Es ist aber auch verboten, die Eizelle einfach nur zu entnehmen, wenn dies nicht zum Zwecke der Befruchtung der gleichen Frau dient. Es ist auch verboten, Frauen einen bereits eingenisteten Embryo zu entnehmen und auf eine andere Frau zu übertragen. Ebenso ist im §1 im Embryonengesetz die Leihmutterschaft geregelt. Auch sie ist in Deutschland verboten und kann wie die Eizellentnahme zur Befruchtung anderer Frauen mit Geldstrafen oder Freiheitsstrafen bis zu drei Jahren geahndet werden. Allerdings ist bei diesen rechtlichen Regelungen im §1 Embryonenschutzgesetz zu beachten, dass diese Regelungen die Ärzte betreffen. Die Handlung an sich, das Entnehmen der Eizellen wird also bestraft. Die Frauen, denen die Eizellen entnommen oder eingesetzt werden bleiben von dieser Reglung unbetroffen. Das wird in Absatz 3 geregelt. Hiernach gehen alle beteiligten Frauen straffrei aus. Jedoch hilft das den Frauen nicht weiter, weil es in Deutschland wohl kaum einen Arzt geben wird, der bereit ist, dieses Risiko einzugehen.

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Rechtliche Regelungen der Eizellenspende im Ausland

Die Eizellspende ist in Europa nicht prinzipiell geregelt. Verboten ist sie nicht nur in Deutschland, sondern auch in Italien, in der Türkei, in Norwegen, in der Schweiz, in Litauen und in Österreich. In vielen Ländern gibt es hierzu (noch) keine gesetzlichen Regelungen. Momentan wir die Eizellenspende in Spanien, in den Niederlanden, in der Tschechischen Republik, in Belgien, in der Slowakei, in Polen und in der Ukraine praktiziert oder geduldet. Auch hier gibt es teilweise gesetzliche Regelungen, die sich vor allen Dingen auf die Eizellspenderin beziehen. Durch diese Gesetze soll verhindert werden, dass die Spenderin der Eizelle ausgebeutet wird.

Konsequenzen dieser Regelungen

In Deutschland ist die Übertragung von fremden Eizellen verboten. Nicht verboten ist es, sich selbst fremde Eizellen einsetzen zu lassen. Diese Regelung hat zur Folge, dass nicht nur im Inland, sondern auch im Ausland empfangene Eizellen keine strafrechtlichen Konsequenzen für die Empfängerin haben. Das ermöglicht es in Deutschland wohnenden Frauen, im europäischen Ausland fremde, befruchtete Eizellen zu empfangen, ohne dass sie sich hierbei strafbar machen würden. Bei den europäischen Ländern, in denen die Eizellspende nicht verboten ist, machen sich auch die ausführenden Ärzte und Kliniken im Gegensatz zu Deutschland nicht strafbar. Allerdings werden die Kosten hierfür im Gegensatz zu einer künstlichen Befruchtung nicht teilweise oder gänzlich durch Krankenversicherungen übernommen, sondern müssen durch die Empfängerin selbst getragen werden.



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